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13. September 2022: Die Nachweislast für einen geringeren gemeinen Wert von Grundbesitz liegt beim Steuerpflichtigen – Blogbeitrag von Steuerberater Hendrik Grosse, LL.B., M.Sc.

Der Ehemann schenkt seiner Ehefrau ein Gebäude, das sich unstreitig in einem sehr schlechten baulichen Zustand befindet. In der Folge gehen die Eheleute übereinstimmend von einem nur sehr geringen Wert des Gebäudes aus, den sie auch im Übertragungsvertrag angeben. Probleme? Ist der Steuerpflichtige der Meinung, dass der tatsächliche Wert von Grundvermögen geringer sei als der typisierte Wert nach dem Bewertungsgesetz,

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26. Juli 2022: Plötzlich steuerpflichtig – Unerkannter steuerlicher Wohnsitz in Deutschland – Blogbeitrag von Rechtsanwalt Dr. Benjamin Rothmund und Steuerberater Hendrik Grosse LL.B., M.Sc.

Etliche Bürger ausländischer Nationen halten sich lediglich punktuell in Deutschland auf, ohne zu wissen, dass Sie hierdurch bereits einen steuerlichen Wohnsitz in Deutschland begründen können. Viele setzen den steuerlichen Wohnsitz fälschlicherweise mit dem Wohnsitz nach dem Meldegesetz gleich und wiegen sich daher in Sicherheit. Die An- oder Abmeldung beim Einwohnermeldeamt ist für die Annahme eines steuerlichen Wohnsitzes aber nur ein

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5. Juli 2022: Liquiditätsfallen beim „Berliner Testament“ erkennen und lösen – vom „Supervermächtnis“ und weiteren erbrechtlichen Tools

Blogbeitrag von Steuerberater Hendrik Grosse, LL.B., M.Sc. und Fachanwalt für Erbrecht/zert. Testamentsvollstrecker Dr. Michael Kühn Das sogenannte „Berliner Testament“, bei dem sich die Ehegatten im Rahmen eines gemeinschaftlichen Testaments wechselseitig für den ersten Erbfall als Alleinerben einsetzen und die Kinder erst im Schlusserbfall vom längstlebenden Ehegatten („den Rest“) erben, ist nach wie vor sehr beliebt und weit verbreitet. Beweggrund für

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7. Juni 2022: Beteiligung an einer GmbH mit eigenem Geschäftsbetrieb kein SBV – BFH schafft steuerliche Klarheit – Blogbeitrag von StB Hendrik Grosse, LL.B., M.Sc.

Der alleinige Kommanditist einer Personengesellschaft ist auch mehrheitlich an der Komplementär-GmbH beteiligt, die einen eigenen Geschäftsbetrieb unterhält. Der Kommanditist möchte nun Anteile an der GmbH schenkweise an seine Kinder übertragen. Ist dies steuerneutral möglich oder entsteht ein steuerpflichtiger Entnahmegewinn, da die Beteiligung an der GmbH seinem Sonderbetriebsvermögen bei der Personengesellschaft zuzuordnen ist? Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 21. Dezember 2021

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3. Mai 2022: Die steuerlichen Pflichten des Testamentsvollstreckers – Blogbeitrag von StB Hendrik Grosse, LL.B., M.Sc. und RA/zert. Testamentsvollstrecker Dr. Michael Kühn

Wachsende und komplex zusammengesetzte Vermögen, ein Unternehmen mit (noch) ungelöster Nachfolgefrage, das sog. Geschiedenentestament, minderjährige oder behinderte Kinder – die Anlässe, einen Testamentsvollstrecker einzusetzen, sind mannigfaltig. Dies betrifft insbesondere Fallgestaltungen, in denen die Testamentsvollstreckung einer von mehreren Bausteinen zum Schutz des Nachlasses vor dem Zugriff des Staats, Privatgläubigern des Erben, Schwiegerkindern oder geschiedenen Ehegatten ist (Asset Protection durch Testamentsvollstreckung). „An

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22. März 2022: Kein Steuerrisiko mehr für Abfindungen in Eheverträgen: Sog. „Bedarfsabfindung“ ist nach BFH keine freigebige Zuwendung – Blogbeitrag von StB Hendrik Grosse LL.B., M.Sc. und Rechtsanwältin Corinna Stiehl

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 1. September 2021 (II R 40/19) liegt keine freigebige Zuwendung vor, wenn zukünftige Eheleute für den Fall der Beendigung ihrer Ehe Zahlungen eines Ehepartners vorsehen, die erst zum Zeitpunkt der Scheidung zu leisten sind. 1. Hintergrund und Problemstellung Zu Beginn der Ehe sind meist weder Zeitpunkt noch Höhe von späteren Zugewinnausgleichsansprüchen absehbar. Gleichwohl wollen

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8. März 2022: FG Münster: Kein sog. Einstiegstest bei der Übertragung von Kapitalgesellschaftsanteilen – Blogbeitrag von Steuerberater Hendrik Grosse LL.B., M.Sc.

Das Finanzgericht Münster hat mit Urteil vom 24.11.2021 (Az. 3 K 2174/19 Erb) entschieden, dass der auch als „90%-Test“ bezeichnete Einstiegstest des § 13b Abs. 2 Satz 2 ErbStG nicht zur Anwendung kommt, wenn die betreffende Kapitalgesellschaft ihrem Hauptzweck nach z.B. einer originär gewerblichen Tätigkeit nachgeht. 1. Hintergrund und Problemstellung Die Übertragung von Anteilen an Kapitalgesellschaften kann erbschaft- und schenkungsteuerlich privilegiert sein, seit

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15. Februar 2022: Die Familienheimbegünstigung des ErbStG – Blogbeitrag von Steuerberater Hendrik Grosse LL.B., M.Sc.

Die Übertragung des sog. Familienheims ist erbschaft- und schenkungsteuerlich begünstigt, allerdings an einige nicht zu unterschätzende Bedingungen geknüpft. Neben dem Erfordernis der „unverzüglichen“ Bestimmung des Familienheims zur Selbstnutzung ist auch der bei Erwerben von Todes wegen geltende „Nachsteuervorbehalt“ zu beachten. Der vorliegende Beitrag stellt vor diesem Hintergrund die entsprechenden Regelungen zur erbschaft- und schenkungsteuerlichen Steuerbefreiung des Familienheims sowie die in

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August 2021: Dunkle Seite der Minuszinsen: Vorsicht vor jungem Verwaltungsvermögen! – Blogbeitrag von Rechtsanwalt und Steuerberater Pawel Blusz LL.B.

Es vergeht keine Woche ohne neue Nachrichten, dass immer mehr Banken auf Geldguthaben Minuszinsen erheben möchten. Auch im Kreise der Mandanten hört man immer häufiger, dass die betreuenden Banken mit ihren Kunden Gespräche führen und diese dazu veranlassen möchten, die vorhandene Liquidität in Wertpapiere umzuschichten. Aus der Sicht der Banken ist das selbstverständlich nachvollziehbar. Für die vorhandene Liquidität müssen die

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24. Juni 2021: Wenn Gesellschafter auswandern: Die Folgen der Wegzugsteuer – Gastbeitrag von Dr. Verena Hang im aktuellen wir-Magazin

Der Umzug ins Ausland kann teuer werden, denn wer als Gesellschafter zu mehr als 1% an einer Kapitalgesellschaft beteiligt ist, löst durch Aufgabe seines Wohnsitzes in Deutschland unter Umständen erhebliche Steuerfolgen aus. Grund dafür ist die Wegzugsteuer: da dem deutschen Fiskus durch den Wegzug das Besteuerungsrecht an der Beteiligung entzogen wird, fingiert er deren Veräußerung und unterwirft den fiktiven Veräußerungsgewinn